Sonntag, 29. Oktober 2023

mob.konzept anfrage 10 - fallstudie mobilität

 sehr geehrter herr Bürgermeister

 Eine grundsätzliche Stellungnahme will ich noch zur Entwicklung eines mobilitätskonzeptes abgeben. Wie bereits erwähnt gehe ich davon aus, dass man da eigentlich von den mobilitätsbedürfnisse der bürgern ausgehen sollte, und sich Gedanken macht, wie die für die bürger am effizientesten erfüllen kann. Dazu könnte man zb.  Varianten beschreiben, entwickeln und bewerten.

 Ich versuch es mal mit einer Fallstudie.

 Nehmen wir an ein Bewohner oder eine Bewohnerin aus pöverding hat einen Termin in melk. Die Fahrstrecke beträgt ca. 4 km.

 Welche varianten gäbe es grundsätzlich? Welche vor-und nachteile hat diese variante? Was ist an der variante interessant oder ausbaufähig?

 + zu fuss: ökologisch, gesund, aber zeitaufwendig, kommt für menschen mit Gehbehinderung nicht infrage. Wegzeit hin und zurück ca. 2 h. Gepäck mit wenig gewicht möglich. Nur bei zumutbarem wetter.

 + mit dem Fahrrad: weitgehend wie zu fuss, weniger Zeitaufwand, verlangt gute Kondition, da Steigungen zu überwinden sind. Fahrradtauglichkeit ist Voraussetzung, Wegzeit gesamt ca. 0,5 h.

 + mit dem elektrofahrrad: weitgehend wie oben, nur auch für konditionsschwächer geeignet

 + mit dem lastendreirad: für mehr Gepäck. Aber mehr Kondition benötigend

 + mit dem lasten-elektrodreirad: weniger Kondition notwendig, keine radfahrtauglichkeit mehr nötig, lasten bis 250 kg transportierbar, mit Kabine auch bedingt schlechtwettertauglich. Anm. eine Anhebung der max. antriebsleistung für solche elektrolastendreiräder von derzeit 600 watt auf 1000 watt wäre wünschenswert. Ab 600 watt muss das Fahrzeug derzeit zum verkehr zugelassen werden.

 + taxidienst durch Nachbarn. Ein Fahrzeug mit sagen wir 1500 kg bewegt sich 8 km. Das entspricht einer Bewegungsleistung von 12 tonnenkilometer für die gesamtleistung pro person.

 + fahrt mit dem eigenen pkw: wie taxidienst 12 tonnenkilometer

 + fahrt mit dem anrufsammeltaxi: taxi fährt von Bahnhof nach pöverding, dann nach melk und zurück zum Bahnhof. Rückfahrt später in umgekehrter reihenfolge. Das Sammeltaxi ist 2 tonnen schwer, es werden 3+4+2 + 2+4+3 km zurück gelegt. Das entspricht einer massenleistung von 32 tkm.

 + Gründung einer mitfahrzentrale pöverding: die interessierten pöverdinger vernetzen sich zb. Via WhatsApp und nutzen mitfahrmöglichkeiten. Die frau maier will am Freitag vormittag einkaufen, die frau Huber hat um 10 uhr einen arzttermin. Die Frau maier teilt sich den einkauf so ein, dass sie die frau Huber um 9.30 uhr abholt und nach dem einkaufen um 11 uhr wieder vom Arzt abholt. Natürlich gibt es hier auch unbekannte. Was passiert, wenn der arzttermin oder der krankenhaustermin um zwei stunden länger dauert? Zusätzlich könnte man ein fahrservice einrichten, falls nicht grad jemand wen mitnehmen kann. Das könnte ein pöverdinger sein, zb. Ein junger pensionist, der mit seinem Privatfahrzeug oder einem von der gemeinde geleasten Fahrzeug transportdienste übernimmt. Im falle des transportdienstes ist die massenbewegung ca. 13 tkm (+ je 500 m an- und abfahrt von Fahrer zu Klientin), im falle der mitfahrgelegenheit rund 7 tkm pro personenzweck (zusätzliche wege zu Klientin und von Zielort zu eigenem Zielort und wieder zurück.

 Gelänge es mit dem taxidienst zwei Personen nach melk zu transportieren, wäre der aufwand bei etwa 8 tkm pro personenzweck (es verlängert sich die Fahrstrecke etwas, start – klient 1 – klient 2 – ziel 1 – ziel 2 und dann wieder das selbe zurück.

 Ich erhebe keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Einige varianten hab ich wegen zu hoher kosten weggelassen. Ein Transport mit einer eigenen ubahn, mit einem Zeppelin oder einemhubschrauber (außer im falle einer menschenrettung) scheint nicht sinnvoll. Und Katapulte sind für diesen zweck noch zu wenig ausgereift.

 Mfg hans kreimel

1 Kommentar:

  1. die beantwortung zu diesem punkt umfasst etwa eine din-a4-seite, wo dergenaue planungs- und einbindungsprozess beschrieben wird. abschließend wird auf die neuen bebauungsbestimmungen hingewiesen.

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