Freitag, 6. Dezember 2024

brief klimaanpassungsregion klar

mail an frau wimmer, die in der leaderregion dunkelsteinerwald-wachau für melk und mautern für das projekt KLAR klimawandelanpassungeregion zuständig ist ....

frau wimmer hat das mail beantwortet. etwas konkretes ist leide rnicht raus gekommen.

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sehr geehrte frau wimmer

der letzten löwenpost entnehme ich, dass sie für das klar-projekt in melk zuständig sind.

ich hab bereits bei der startveranstaltung im stift anfang des jahres (?) angeregt, sich gedanken über ein cooles melk zu machen. wo wird hitze in melk als problem empfunden? welche aktiven und passiven strategien sind möglich? wie kann man die kühlwirkung verbessern bzw. eine verschlimmerung der situation vermeiden?

durch die errichtung von lärmschutzwänden an der a1 werden zb. die nächtlichen kaltluftströme des hiesbergs noch mehr aufgehalten als bisher. die am hiesberg entstehende kaltluft wird also eher richtung anzendorf und richtung winden abfließen. die zwei wirksamsten kühlzellen in melk sind der salmansgraben und die kolomaniau. die kaltluft des salmansgraben fliesst aber bei der kreuzung prandtauer richtung prandtauerstraße ab. die kühlwirkung des salmansgrabens könnte man verbessern, indem man versucht, möglichst viel regenwasser in diesem graben zu versickern, sodass es von bäumen verdunstet werden kann.

aktive und passive kühlmöglichkeiten gäbe es ja ein paar, nur von einzelbäumen an allen möglichen orten rate ich ab. sie machen auch viel mist und sind in der wirkung eher träge. bei einem neu angelegten kinderspielplatz wird der mangel von schattenspendenen gehölzen bemängelt. ich hätte sogar pappeln und weiden auf lager, die man da sofort hinpflanzen könnte. nur mit den preisen wie am hafenspitz (bis zu eur 1000,- pro baum) kann ich nicht mithalten ..... 🙂 

man könnte da vielleicht auch was mit ppp-projekten machen. public private partnership. also ich würde meine pappeln und weiden durchaus an spielplätzen pflanzen und pflegen, also auch so schneiden, dass sie nicht zu hoch werden. und wenn ich dazu nicht mehr in der lage bin, dann muss das das gartenamt oder ein anderer freiwilliger weiterhin machen ....

was die starkregenanalysen angeht, haben wir jetzt zwar einen massiven starkregen mit an die 300 mm erlebt, aber wir hatten das glück, dass sich der niederschlag auf drei tage verteilt hat. hätte sich dieser neiderschlag so wie vor ein paar jahren im raum man auf 2 bis 3 h verteilt, wäre in schrattenbruck massives landunter passiert. und nicht absehbar, wo das wasser ab dem durchfliessen unter der autobahn überall hingekommen wäre. nicht vorstellbar, dass eine derart massive wassermenge durch den weiderbach unterirdisch unter melk durch soll. da wäre vermutlich auch melk abgesoffen. abtkarl-straße, die siedlung zwischen abt-karl-straße und rathausplatz ..... ich habe bereits angeregt, bei der errichtung des neuen wachtberg-bahn-tunnels für einen natürlichen abfluss richtung b1/pielach zu sorgen. ich würde da einen entsprechend tiefgelegten radweg errichten .......

bei der besichtigung der hochwasserschäden ist mit aufgefallen, dass unterhalb des ortes pielach ein wehr ist, von dem zb. die herrenmühle ihren mühlbach abzweigt. die situation ist übrigens in haunoldstein ähnlich. hätte man die wehren in pielach oder in haunoldstein zb. mit schleusen öffnen können, wäre das wasser bis zu viermal so schnell abgeflossen und möglicherweise um 1 m weniger hoch gestiegen ...... da wäre in pielach weder das feuerwehrhaus noch die siedlung betroffen gewesen. ich weiss das deshalb, weil die fliessgeschwindigkeit bei normalwasser an der donau ca. 4 km/h beträgt. bei hochwasser werden die schleusen geöffnet, das fließgefälle steigt und die donau fliesst mit bis zu 17 km/h. die vervierfachung der fließgeschwindigkeitführt dazu, dass die hochwasserpegel im schnitt nur um die hälfte steigen. und 1,5 m hochwasserpegel richtet weniger schaden an als 3 m ....

wie kann man jetzt handeln? im hochwasserfall können flussbypässe gegraben werden, die aber dann ständig mit bagger von treibholz freigehalten werden müssen. stichwort verklausungen. oder man errichtet mechanische (wie hochwasserschutzdämme) oder hydraulische schleusen über etwa die hälfte der wehrbreiten. oder man erlaubt flusskraftwerke, die ebenfalls hochwasserschleusen einbauen ....

so weit ein paar gedanken zu den themen, die sie bearbeiten. wenn ich sie bei der arbeit irgendwie unterstützen kann, dann dürfen sie sich jederzeit bei mir melden. ich hab viel zeit, weil ich bin noch nicht in pension.

mfg hans kreimel
forstwirt
sandweg 20, 3390 melk
mobil 0699 10 54 98 98


brief klimaanpassungsregion klar

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